Deutscher Stahlkonzern und Unternehmensverbund der europäischen Gaswirtschaft investieren gemeinsam mit eCAPITAL und dem Technologiegründerfongs Sachsen in industrielle Anomalieerkennung für störungsfreie Produktion 4.0

Deutscher Stahlkonzern und Unternehmensverbund der europäischen Gaswirtschaft investieren gemeinsam mit eCAPITAL und dem Technologiegründerfongs Sachsen in industrielle Anomalieerkennung für störungsfreie Produktion 4.0

Saarstahl und das Verbundnetz Gas unterstützen neben der eCAPITAL AG und dem Technologiegründerfonds Sachsen das Leipziger Technologieunternehmen Rhebo und investieren über ihre Tochtergesellschaften SHS Ventures und VNG Innovation einen Millionenbetrag. Die Beteiligung ermöglicht die technische Weiterentwicklung und Marktdurchdringung der industriellen Anomalieerkennung zur Absicherung industrieller Netzwerke gegen technische Fehlerzustände und Cyberangriffe.

Rhebo unterstützt Automatisierungsunternehmen und Kritische Infrastrukturen bei der Sicherstellung von Prozesskontinuität und Cybersicherheit in ihren industriellen Steuerungsnetzen (Industrial Control Systems, »ICS«) und Fernwirknetzen.

Das 2014 gegründete Leipziger Technologieunternehmen erhält in seiner zweiten Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag von den bestehenden Investoren eCAPITAL AG und Technologiegründerfonds Sachsen sowie den neuen Investoren SHS Ventures und VNG Innovation. 2016 hatten eCAPITAL und der Technologiegründerfonds Sachsen bereits das innovative Geschäftsmodell und Portfolio von Rhebo mit einer Investition in Höhe von 2,5 Millionen Euro bestätigt.

„Die Beteiligung an Rhebo passt in unser Konzept der Weiterentwicklung als technologisch führendes Unternehmen. Digitalisierung und Industrie 4.0 haben in der saarländischen Stahlindustrie längst Einzug gehalten und sind nicht mehr wegzudenken. Dabei spielt das Thema Cybersecurity zunehmend eine wichtige Rolle. Das gilt für die digitale Transformation in unseren Unternehmen ebenso wie für die gesamte Industrie“, begründet Dr. Michael Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der SHS – StahlHolding-Saar GmbH & Co.KGaA, das Engagement.

„Wir freuen uns, uns mit Rhebo an einem weiteren innovativen Leipziger Start-Up beteiligen zu können, das die Zeichen der Zeit erkannt hat“, ergänzt Andreas Franke, Geschäftsführer der VNG Innovation die Entscheidung der Investition. „WannaCry mahnt uns immer noch täglich, wie verwundbar unsere kritische Infrastruktur ist. Als deutsches Technologieunternehmen tritt Rhebo an, die Netzwerke gerade unseres industriellen Mittelstandes vor derartigen Cyberattacken verlässlich zu schützen.“

Rhebo hat in den letzten Jahren an verschiedenen Kundenprojekten in den Branchen Automatisierung, Automotive und Kritische Infrastrukturen die Wirksamkeit ihrer industriellen Anomalieerkennung zur Sicherstellung der Kontinuität und Cybersicherheit von Steuerungsnetzen und Fernwirksystemen unter Beweis gestellt. Im letzten Jahr nannte das renommierte New Yorker Analystenhaus Gartner Inc. deshalb das Unternehmen als Top-Anbieter in seinem weltweiten „Marktführer für betriebstechnische Sicherheit 2017“.

Starke Partner in einem heiß umkämpften Markt
„Mit der Wahl von VNG Innovation und SHS Ventures konnten wir zwei starke strategische Partner hinzugewinnen, die unsere Kernmärkte der Kritischen Infrastrukturen und Automatisierungsindustrie bestens kennen“, erläutert CEO Klaus Mochalski die Entscheidung für die Investitionspartner. „Damit können wir das gesunde Wachstum von Rhebo der letzten Jahre steigern und unsere Technologie entsprechend der zunehmenden Anforderungen an industrielle Steuerungsnetze weiterentwickeln. Der Bedarf an neu gedachten Lösungen zum lückenlosen Monitoring von Steuerungsnetzen auf technische Fehlerzustände und verdeckte Cyberangriffe ist klar gestiegen, nicht zuletzt durch das IT-Sicherheitsgesetz und die zunehmende Vernetzung von Produktionsanlagen. Das beweist auch die Fortführung der Investition durch unsere Erstinvestoren eCAPITAL AG und Technologiegründerfonds Sachsen, die bereits seit 2016 Beteiligungen an Rhebo halten.“

Verstärkung der Geschäftsführung von Rhebo
Im Zuge der Marktdurchdringung von Rhebo hat die Geschäftsführung Anfang des Jahres Kristin Preßler zum Chief of Operations (COO) berufen. Damit reagieren die Gesellschafter auf das schnelle Wachstum von Rhebo und den weiteren Ausbau der Unternehmensaktivitäten.

Kristin Preßler hat im Unternehmen die Bereiche Marketing und Kommunikation aufgebaut und übernimmt nun als COO neben CEO Klaus Mochalski die Verantwortung für die operative Umsetzung der Strategie von Rhebo. Sie hat über zehn Jahre Erfahrung im strategischen Aufbau von Kommunikation und Marketing in IT-Unternehmen. Kristin Preßler studierte Kommunikationswissenschaften in Leipzig und Frankreich und ist ausgebildete Verlagskauffrau.

Über Rhebo
Rhebo ist ein deutsches Technologieunternehmen, das sich auf die Ausfallsicherheit industrieller Steuersysteme mittels Überwachung der Datenkommunikation spezialisiert hat. Rhebo bietet Hardware, Software und Dienstleistungen, um vernetzte industrielle Steuerungssysteme und Kritische Infrastrukturen zu schützen und ihre Produktivität zu steigern.

Rhebo ist einer der 30 Top-Anbieter für die industrielle Sicherheit in Gartners „Marktführer für betriebstechnische Sicherheit 2017“. Das Unternehmen ist zudem Mitglied im Teletrust – Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (www.rhebo.com).

Über Rhebo Industrial Protector - Lückenlose ICS-Transparenz in Echtzeit
Rhebo Industrial Protector überwacht lückenlos und rückwirkungsfrei die Steuerungskommunikation einschließlich der Schaltanlagen-, Fernwirk- und Netzleittechnik. Alle Datenpakete werden auf Inhaltsebene dekodiert, und jeglicher verdächtige Vorgang wird in Echtzeit gemeldet. Selbst abweichende Operationsverläufe, die zu Anlagenausfällen führen können, wie z. B. Netzwerkprobleme und Maschinenstörungen, werden zuverlässig erkannt, nach Risiko bewertet und gemeldet.  Die Administration behält dabei die komplette Kontrolle über die Anlagenfunktionalität. Alle Daten über verdächtige Operationen (inklusive Metadaten und Paketinhalte) werden gespeichert. Das ermöglicht eine detaillierte Analyse jedes verdächtigen Vorgangs. Filterregeln (Filter Policies) und universelle Schnittstellen ermöglichen zusätzlich die Integration von Industrial Protector als Datenquelle für bestehende Backendsysteme wie SAP, MES und Firewalls zur Umsetzung einer Big-Data-Strategie und vollumfänglichen Monitoringkonzepts.

Über SHS Ventures

Die Beteiligungsgesellschaft SHS Ventures wurde im Februar 2016 von der VSE AG und der SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA gegründet, um gemeinsam neue Geschäftsfelder für das Saarland zu identifizieren und zu entwickeln.

Die VSE AG treibt dabei als führender Infrastruktur- und Energiedienstleister des Saarlandes die Digitalisierung und Energiewende der Region voran. Die Aktiengesellschaft ist seit über 100 Jahren fest mit dem Saarland verwurzelt und wird als Joint Venture von innology, dem Saarland sowie Landkreisen, Städten und Gemeinden des Saarlands geführt.

Die SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA (SHS) wurde 2001 als Führungsholding der saarländischen Stahlunternehmen Saarstahl AG und AG der Dillinger Hüttenwerke gegründet und beschäftigt unter ihrem Dach rund 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einen Umsatz von insgesamt rund 4,5 Milliarden Euro erwirtschaften (www.stahl-holding-saar.de).

Über die VNG Innovation GmbH
Die VNG Innovation ist eine Tochtergesellschaft der VNG – Verbundnetz Gas AG, der Muttergesell-schaft einer international tätigen Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Leipzig. Der Gegenstand der VNG Innovation ist unter anderem die Entwicklung von Geschäftsmodellen im Bereich der Energieversorgung und der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Gesellschaften.

Die VNG-Gruppe beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter und erzielte 2017 einen Umsatz von rund 10,3 Mrd. Euro. Das Kerngeschäft von VNG ist der Erdgasimport, der Großhandel mit Erdgas, der Transport, der Betrieb von Speichern und die Vermarktung ihrer Kapazitäten (www.vng-gruppe.de).

Über den TGFS (Technologiegründerfonds Sachsen)
Der TGFS (Technologiegründerfonds Sachsen) stellt technologieorientierten Gründern Beteiligungskapital für die Seed- und Startup-Phase zur Verfügung. Der Fonds wurde 2008 mit einem Volumen von € 60 Mio. aufgelegt und im März 2016 auf mehr als € 124 Mio. aufgestockt. Zielunternehmen des TGFS sind junge, innovative, technologieorientierte Gründer und Unternehmen, die den Branchen ITK, Halbleiter- und Mikrosystemtechnik, Medizintechnik, Life Science, Umwelt- und Energietechnik sowie Neue Medien angehören. Der TGFS richtet sich an junge Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen (www.tgfs.de).

Über die eCAPITAL AG
Die eCAPITAL AG, mit Sitz in Münster, ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft für alternative Investmentfonds (AIF) nach der EuVECA Verordnung. Die Gesellschaft zählt zu den führenden Venture-Capital-Investoren in Deutschland und begleitet seit 1999 aktiv innovative Unternehmer in zukunftsträchtigen Branchen. Der Fokus liegt auf schnell wachsenden Unternehmen in den Segmenten Software/ IT, Industrie 4.0, Cleantech und Neue Materialien. eCAPITAL verwaltet derzeit sechs Fonds mit einem Zeichnungskapital von über 220 Millionen Euro.

Kontakt
Rhebo GmbH
Kristin Preßler (COO)
Spinnereistr. 7
04179 Leipzig
Tel. +49 (0) 341 393790180
press(at)rhebo.com
www.rhebo.com

eCAPITAL entrepreneurial Partners AG
Sylvia Richter
Hafenweg 24
48155 Münster
Tel.: +49 (0) 251 7037670
info(at)ecapital.de
www.ecapital.de